Vom Sauerbrunnen zum Heilbad – ein Blick in die Geschichte bis zur Gegenwart

861 - Der Ortsname Tizzenbach taucht erstmals in der Stiftungsurkunde des Benediktinerklosters Wiesensteig auf.


1560 - Erste Erwähnung des Sauerbrunnens in Zusammenhang mit einem Grenzstreit zwischen Ditzenbach und Auendorf.


162 - Nach dem Aussterben des Geschlechts der Helfensteiner fällt Ditzenbach an Bayern.


1662 - Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern beauftragt seinen Obervogt mit einer Wiederherstellung des Sauerbrunnens. Eine Quellneufassung gelingt jedoch erst 1666.


1755 - Durch ein Gutachten des kurfürstlichen Leib- und Stadtmedikus Herrn von Woltter aus München wird das Ditzenbacher Wasser bekannt. 70.000 Flaschen werden jährlich allein in Bayern ausgeführt.


1782 - Verkauf der Quellen in Privathand, nachdem ein Hochwasser starke Beschädigungen an Quelle und Pumpwerk verursacht hatte.


1806 - Ditzenbach kommt durch Vertrag zwischen Bayern und Württemberg als königliches Erblehen an Württemberg.


1825 - Hauptmann von Schweizer, ein gebürtiger Degginger, kauft die Mineralquelle und erbaut ein Bad- und Gasthaus. Mit ihm beginnt der eigentliche organisierte Badebetrieb in Ditzenbach.


1890 - Erwerb des Anwesens mit der Sauerbrunnenquelle durch die Barmherzigen Schwestern von Untermarchtal, damals noch mit Sitz des Mutterhauses in Schwäbisch Gmünd.


1891

Beginn des Mineralwasserversands. Einrichtung der Laurentiuspflege, eines Heimes für geistig behinderte Kinder in den Räumen des ehemaligen Bades.


1900 - Rückverlegung der Sankt-Laurentius-Pflege nach Schwäbisch Gmünd, Umbau des Kurhauses und durchgreifende Erneuerung der übrigen Gebäude. Wiedereröffnung des Badebetriebs am 19. Juli 1900.


1905 - Neubau des Kurhauses mit Hauskapelle


1906 - Neubau eines Badehauses mit Einrichtung eines sogenannten Poststüble als Warteraum für Postwagenreisende der Poststraße Geislingen – Wiesensteig.


1914 - Neufassung der Quellen durch Ingenieur Scherrer, Bad Ems. Diese Quellfassung der Kohlensäuerlinge wird bis heute genutzt.


1920 - Das Kurhaus wird nun als Sanatorium geführt. Als erster ständiger Arzt im Hause fungiert Dr. Otto Götz, später Professor (ab 1929 Ärztlicher Direktor und Leiter der Inneren Abteilung des Marienhospitals Stuttgart).


1929 - Verleihung des Prädikats „Bad“ an die Gemeinde Bad Ditzenbach durch das württembergische Innenministerium.


1930/1932 - Erbohrung der Marienquelle in 80 m Tiefe (milde salinische Bitterquelle)


1967 - Einweihung des neuen Kurmittelhauses


1969–1971 - Erschließung eines reichen Thermalwasservorkommens in einer Tiefe von 560 m (Canisiusquelle) durch eine Pioniertat der Barmherzigen Schwestern von Untermarchtal. Diese ließen erstmals auf der Schwäbischen Alb eine Bohrung nach Thermalwasser durchführen.


1973 - Eröffnung eines Thermal-Mineral-Bewegungsbads mit Hallen- und Freibecken


1980 - Einweihung eines zusätzlichen Thermal-Mineral-Übungsbads. Ab 25. Juli 1980 darf die Gemeinde Bad Ditzenbach die Bezeichnung Heilbad führen.


1983 - Staatliche Anerkennung der Canisiusquelle


1985 - Einweihung des Neubaus Haus Maria


1989 - Umbau und Erweiterung des ehemaligen Kurmittelhauses zum heutigen Haus Luise. Neubau der ärztlichen Abteilung und der Abteilung Physiotherapie.


1997 - Staatliche Anerkennung der Marienquelle


1996–98 - Grundlegende Sanierung und Erweiterung des Thermal-Mineralbads


1999–2003 - Rehabilitandengerechter Umbau der Zimmer


2000 - 100-Jahrfeier der Vinzenz Klinik


2001 - Einweihung von Haus Raphael (Schwesternwohnheim)


2004 - Komplette Dacherneuerung von Haus Vinzenz; Einweihung Therapiegarten


2005 - Erstes Qualitätszertifikat nach KTQ-Reha, rezertifiziert 2009 und 2011


2009 - erstes Zertifikat nach „berufundfamilie“, rezertifiziert 2011


2010 - Zulassung zur ambulanten kardiologischen Rehabilitation


2014 - Bau eines Blockheizkraftwerks


2018

  • VK: Erneuerung Boden Haus Vinzenz 1.+2. Stock

  • VT: Erneuerung Duschen Damen und Herren 


2020 

  • VK: Eröffnung Verbindungsgang Haus Raphael nach Haus Vinzenz. Nun sind alle Gebäude miteinander verbunden

  • VK, VT, LvMK Corona. Zahlreiche Maßnahmen wie z.B. Umstellung auf Zimmerverpflegung, Kurzarbeit, Schließung


2021 

  • VK Brandschutz, Umbau und Sanierung Zimmer Haus Raphael

  • VK Eröffnung Baumlehrpfad im Kurpark

  • VK Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE-Zertifikat)


2022

  • VK Haus Maria, Abschluss Sanierungsarbeiten seit 2015 (Brandschutzmaßnahmen Erneuerung Nasszellen in 20 Zimmern) 


2023 

  • VK Zulassung zur ambulanten und stationären Versorgung orthopädische und kardiologische Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (DRV)

  • VT Baumaßnahme: Zweite Absaugvorrichtung zur Vervollständigung des Sicherheitskonzeptes

  • VT Erneuerung Filterboden nach Durchbruch und kurzfristiger Schließung der Therme


2024 

  • VK Vertrag mit der Privaten Krankenversicherung (PKV) zur Einführung von Wahlleistungsangeboten Unterkunft und Verpflegung

  • VK und VT Hochwasser mit zahlreichen Überschwemmungen in mehreren Gebäuden

  • VT Erneuerung der zwei Filteranlagen (Filterung von Eisen und Mangan)

  • LvMK Einführung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) 


2025 

  • VK Haus Vinzenz,Erneuerung von Speisesaals und Vinzenzstüble als Folge des Hochwasserschadens

  • VK und LvMK Relaunche Homepage 

  • VK Management- und Warenliefervertrag für das Verpflegungsmanagement aller drei Einrichtungen