Herzlichkeit ist die kleine Münze der Liebe (Vinzenz von Paul)

Am Pfingstsonntag feiert Schwester Fideles ist 50-jähriges Professjubiläum. Ihr ganzes Berufsleben hat Schwester Fideles Kinder begleitet. „Wir sind von Gott geliebt und geschaffen in einer einmaligen Einzigartigkeit“ so ihre Worte.

Die Vinzenz Klinik in Bad Ditzenbach steht in der Trägerschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal. Das Bild der Klinik wird entscheidend durch die Ordensfrauen geprägt, die im Haus leben und arbeiten. Schwester Fidelis Lanzenberger ist eine von ihnen. Am Pfingstsonntag feiert die 76-Jährige ihr 50-jähriges Professjubiläum. Ihr ganzes Berufsleben verbrachte Schwester Fidelis in der Begleitung und Erziehung von Kindern. „Wir sind von Gott geliebt und geschaffen in einer einmaligen Einzigartigkeit“ so ihre Worte. Es war ihr ein Herzensanliegen die Kinder in dieser Einzigartigkeit anzunehmen, zu fördern und zu stärken und dabei die je eigenen Fähigkeiten der Kinder zur Entfaltung zu bringen. Das Wohlergehen der ihr Anvertrauten stand und steht für sie im Mittelpunkt ihres Wirkens.

Schwester Fidelis wurde 1940 in Lindau am Bodensee geboren. „Die Oma hat uns liebevoll großgezogen, denn unsere Väter waren im Krieg und unsere Mütter mussten dem Opa in der Landwirtschaft helfen“, erinnert sich die Ordensfrau. Gemeinsam mit ihrer Cousine besuchte sie den evangelischen Kindergarten. „Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt, wir hatten eine ganz nette Kindergärtnerin.“ Nach der Schule machte sie selbst eine Ausbildung zur Erzieherin und arbeitete anschließend im Kinderheim der Barmherzigen Schwestern in Untermachtal. „Später arbeitete ich in meinem Heimatdorf im Kindergarten, doch die Kinder aus dem Kinderheim sind mir einfach nicht aus dem Kopf gegangen“, sagt Schwester Fidelis. Mit 24 Jahren entschloss sie sich bei den Vinzentinerinnen, den Barmherzigen Schwestern von Untermarchtal einzutreten. Bis zum Ruhestand kümmerte sie sich liebevoll in verschiedenen Kindergärten und Kinderheimen um Mädchen und Jungen. In Schwäbisch Gmünd arbeitete sie mit hörgeschädigten Kindern. „Kinder liegen mir einfach sehr am Herzen“, erzählt sie und dabei wird spürbar, wie lebendig sie das Wort ihres Ordensgründers dem Hl. Vinzenz in ihrem Alltag verwirklicht. Bis heute noch halten die Kinder Kontakt zu Ihr. „Einzelne besuchen mich bis heute regelmäßig hier in Bad Ditzenbach und das freut mich sehr“.

Seit ihrem Eintritt in den Ruhestand kümmert sich Schwester Fidelis als Messnerin um die Kapelle der Vinzenz Klinik. Ein besonderes „Händchen“ hat sie für Blumen und alles was wächst und grünt. So ist sie zuständig für den Blumen- und Tischschmuck sowohl in der Kapelle als auch bei allen anfallenden Festen. Wöchentlich hält und begleitet sie den Singabend für die Rehabilitanden. „Singen ist Balsam für die Seele“, findet die 76-Jährige. Am Pfingstsonntag feiert sie nun ihr 50-jähriges Professjubiläum. „Die Jahre sind wie im Flug vergangen. „Ich danke Gott für mein Leben und all das Gute und Schöne was ich darin erfahren durfte. Ich hoffe, dass das noch lange so bleibt.“