Christi Himmelfahrt mit Kardinal aus Papa Neuguinea

Kardinal John Ribat aus Papa Neuguinea feiert mit den Gläubigen die Eucharistie im Kurpark der Vinzenz Klinik.

Bei schönstem Wetter machten sich an Christi Himmelfahrt zahlreiche Gläubige aus der gesamten Seelsorgeeinheit am frühen Morgen auf den Weg in den Kurpark der Vinzenz Klinik nach Bad Ditzenbach: die einen im Rahmen der Öschprozession von Deggingen her - die anderen mit der Öschprozession von Gosbach. Wer keinen langen Fußmarsch auf sich nehmen wollte, kam direkt zum Gottesdienst an den Glockenturm der Vinzenz Klinik.

Geleitet von den Ministrantinnen und Ministranten zogen die Geistlichen an den Ort der Heiligen Messe. Pfarrer Ehrlich begrüßte alle Anwesenden und hieß auf englisch Kardinal John Ribat M.S.C und seine Begleiter willkommen. Zu Beginn richtete Kardinal Ribat beherzigenswerte Worte an die Gläubigen: In Papua Neuguinea sei der Klimawandel - nicht wie bei uns ein in der Zukunft anstehendes - sondern bereits ein akutes und äußerst aktuelles Problem. Der Meeresspiegel steige besonders stark an. Überflutungen nehmen zu, Ernten werden vernichtet. Zunehmende Überschwemmungen im Inland und an den Küsten haben die Infrastruktur und Anbauflächen geschädigt. Die Dorfbewohner denken inzwischen darüber nach, sich aus den Küstenregionen zurückzuziehen.

Die aufrüttelnde Predigt von Pater Felix widmete sich einem anderen Thema. Nach der Himmelfahrt Christi fragten sich die Jünger: War alles nur ein Traum? Ist jetzt zu Ende, was wir mit Jesus erlebt haben? Waren es nur ein paar Jahre, in denen wir von einer neuen Welt berührt wurden? Von allem, was sie mit Jesus erlebt hatten, sahen sie als letzte Spur nur noch eine kleine Wolke. Und wie die Jünger von damals, fragen auch wir uns bisweilen: Was bleibt von den Ereignissen, die wir gefeiert und von den Festen, die wir begangen haben? Was bleibt von Weihnachten und von Ostern? Was bleibt von der Erstkommunion, wenn wir die Kinder und Eltern kaum mehr in der Kirche sehen? Was bleibt von der Firmung, wenn der Geist Gottes schon am kommenden Pfingstfest wieder verflogen ist? - Deshalb sollen wir uns die Frage stellen "Wovon erwarten wir unser Heil?" Die Antwort: Wir erwarten das Heil weniger in materieller Hinsicht, sondern im Blick auf den zum Himmel fahrenden Herrn; dann geht es wieder "aufwärts"... Schön und etwas Besonderes war es, die Hochgebete der Heiligen Messe einmal in Englisch zu hören - Kardinal Ribat wurde dabei aufmerksam zugehört. Begleitet vom Kirchenchor Deggingen endete die Eucharistiefeier mit dem Lied "Großer Gott, wir loben dich". Pfarrer Ehrlich dankt der Oberin Schwester Raphaela Heimpel und ihren Mitschwestern für die Unterstützung bei den Vorbereitungen und die vinzentinische Gastfreundschaft in der Vinzenz Klinik.